Alle anderen Fraktionen gegen Giftköderfrühwarnung

Seit vielen Monaten werden Hundebesitzer im Kreis Paderborn durch ausgelegte Giftköder terrorisiert. Diese waren in der jüngsten Vergangenheit entweder mit giftigen Substanzen oder spitzen Gegenständen präpariert worden, um die Vierbeiner zu verletzen oder gar zu töten. Bisher ist durch diese feige Anschlagserie mindestens ein Hund ums Leben gekommen und ein weiterer schwer verletzt worden. Um der steten Gefahr von präparierten Ködern nun wirksam entgegentreten zu können und ein Frühwarnsystem für Tierhalter und Eltern kleiner Kinder, die ebenfalls von ausgelegten Köderfallen bedroht sind, zu realisieren, hat die AfD-Kreistagsfraktion zur letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses einen entsprechenden Antrag zur Einrichtung einer Giftköder-Hotline nebst angeschlossener Internetseite mit einer Fundortkarte eingereicht. Adaptiv hätten Hotline und Internetseite zum mobilen Einsatz kostengünstig um eine entsprechende App für Mobiltelefone erweitert werden können. Es ließen sich nicht nur neue Giftköderfunde, sondern ebenso Informationen zu verdächtigen Personen übermitteln – eine zusätzliche Entlastung für die Polizei.

 

Doch wenn es sich um einen Antrag der AfD handelt, zählt den Fraktionen der Altparteien offenbar Tier- und Kinderschutz recht wenig. So stimmten alle anderen Mitglieder des Ausschusses wieder einmal geschlossen dagegen, obwohl die Einrichtung einer solchen Hotline samt Internetseite den Kreis keinen einzigen Cent gekostet hätte. Frau Kreuzmann von den GRÜNEN meinte sogar, dass ein solches Frühwarntelefon gar nichts bewirken könne und so wolle sie lieber an die Vernunft der Menschen appellieren. Da fragt man sich: Was haben andere Parteien im Kreis bislang zum Schutz von Tier und Mensch angesichts der akuten Gefahr von Giftködern unternommen?